Ich sitze gerade noch völlig übermüdet vor meinem Laptop und überlege, wie ich Euch von meinen Erlebnissen der letzten Tage berichten könnte. Vielleicht beginne ich mal mit der Überschrift: Diese Convention ist das Treffen des deutschen Origami-Vereins, das jedes Jahr an einem wechselnden Ort innerhalb Deutschlands stattfindet. Neben den Vereinsmitgliedern können auch „Normalsterbliche“ teilnehmen und da Erkner nur eine Zugstunde von Potsdam entfernt ist, dachte ich mir: Jetzt oder nie! Die Bilanz des Wochenendes ist, wie ich während des Treffens erfahren habe, typisch: 31 Stunden Falten, 9 Stunden Schlaf und 6 Stunden Zugfahrt, während derer ich gefaltet habe.

Für all jene von Euch, die sich nichts unter dem Begriff Origami-Convention vorstellen können, kommt hier nun mein Bericht der letzten 2 ½ Tage.

I’m sitting in front of my notebook, extremely tired and thinking about how to describe my experiences of the last days. Maybe I start with the headline: This convention is the annual meeting of the German Origami-Association. Not only members were allowed to take part and Erkner, the place of this years convention, is only one hour away from Potsdam. So I simply HAD to go to this meeting. The result of this weekend is quite normal: 31 hours of folding, 9 hours sleeping and 6 hours in train, where I used to fold.

For all those of you not knowing, what an Origami-Convention is, I will introduce it:

 

Die Hauptfrage ist sicher die nach den Haupttätigkeiten während solch einer Veranstaltung. Grob betrachtet geht es natürlich um das Falten, doch kann man es schon etwas differenzieren.

I’m sure the main question is, what we were doing exactly.

In einem großen Konferenzsaal fand der Hauptteil des Treffens statt und dieser wurde gleich am ersten Tag mit Origami-Modellen gefüllt, die von den Gästen mitgebracht wurden. Auch die Specialguests brachten eine Auswahl ihrer Arbeiten mit. So konnte man die wunderschönen Origamistücke von Sharon Turvey, Robert Lang und Sipho Mabona bestaunen.

Daneben sah man viel Bekanntes und viel Neues.

In a large conference hall the main part of the meeting took place. At the beginning it was filled with a lot of models the guests brought along. Also the specialguests showed some of their works. We could see the beautiful art of Sharon Turvey, Robert Lang and Sipho Mabona.

Beside these models you could see a lot of well known and unknown Origami models.

 

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Modelle von Sharon Turvey

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Modelle von Robert Lang

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Modelle von Sipho Mabona

Photobucket Origami Peru
Photobucket Anna Kastlunger

Photobucket Photobucket Carmen Sprung faltet Kalami!


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ein Eric-Joisel-Zwerg, gefaltet von Stefan Delecat.

Photobucket Muscheln von Tomoko Fuse, gefaltet von Hilli Zenz.

Photobucket Tessellation von Melina Hermsen (Yureiko)

Photobucket "Welle"
Photobucket Nano-Tessellation von Ralf Konrad (daumendick!)

Nachdem man solch eine Masse an wunderschönen Modellen gesehen hatte, war man gerade zu hungrig darauf, selbst Papier in die Hand zu nehmen. Dazu ergaben sich schon bald vielfältige Möglichkeiten. Informiert darüber, was andere gefaltet hatten, begannen die Teilnehmer auszuschwärmen, kamen miteinander ins Gespräch und zeigten sich gegenseitig, wie man bestimmte Modelle faltet. Auf diese Weise lernte ich die 1-Minuten-Kawasaki-Rose (wir haben aber länger gebraucht), eine Rose mit Stiel von Anna Kastlunger, einen Omega-Stern aus einem Blatt Papier (normalerweise nimmt man 6) und die Schwalbe von Sipho Mabona.

After seeing all these fantastic models, we were really hungry to fold something on our own. Soon there were a lot of possibilities to do so. Knowing who folded what, the guests startet to talk to the others and showing each other how to fold their models. I learned to fold the one-minute-rose by Kawasaki (it took us more than one minute), an Omega-Star folded out of one paper (normaly you need 6 sheets) and the swallow by Sipho Mabona.

Photobucket spontanes Falten.

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Wir lernen die Schwalbe von Sipho Mabona

Ab Samstag wurden zusätzlich Kurse angeboten, bei denen man neue Modelle erlernen oder etwas über die Theorie und Geschichte von Origami erlernen konnte. Es war nicht immer einfach, sich zu entscheiden, welchen Kurs man besucht, aber letztendlich habe ich eine ganze Reihe informativer, lehrreicher und vor allem spaßiger Stunden verbracht. Dabei habe ich ein Alpaca von Roberto Romero gelernt, etwas über die neuesten Funde im Pestalozzi-Fröbel-Archiv erfahren und eines der Modelle nachgefaltet, einen 2 ½-stündigen Kurs zum Tiger von Sipho Mabona besucht und zu guter Letzt auch noch einen Schmetterling von Robert Lang erlernt.

On saturday special courses were offered, to learn how to fold new models or get some informations about the theory or/and history of Origami. It wasn’t easy to decide, where to go, but afterwards I’ve seen a lot of informative and funny lessons. I learned how to fold the alpaka by Roberto Romery, saw the newest discovers of the Pestalozzi-Fröbel-Archiv and folded one of these models. In a two and a half hour course I learned how to fold the tiger by Sipho Mabona and finally I made a butterfly by Robert Lang.

 

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Roberto Romero erklärt, wie man ein Alpaka faltet.

Photobucket Tiger von Sipho Mabona

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Funde aus dem Pestalozzi-Fröbel-Archiv...

Photobucket ... und der nachgefaltete Fröbelvogel

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Z
wei Schmetterlinge von Robert Lang und ein Suchbild: Wo hat Göttergatte sie aufgehängt?

Ich habe an diesem Wochenende viele liebe Menschen kennen gelernt, die mindestens genauso verrückt nach Origami sind, wie ich selbst. Man hat sich untereinander ausgetauscht, wurde inspiriert und viel Geld für Papier und Bücher ausgegeben (natürlich freiwillig und vor allem begeistert sich die Produkte vorher mal ansehen zu können, da sie ja vor Ort und nicht im Internet verkauft wurden). Von dieser Stimmung beeinflusst, habe ich schließlich sogar ein paar, nennen wir es mal Improvisationen gefaltet: Ein Tessellation entstand, bei dem ich versucht habe, das Gitternetz im Modell zu verkleinern. Leider hat das noch nicht so ganz funktioniert. Das Modell wölbte sich in der Mitte nach oben. Dank Ralf Konrad, dem ersten Tessellator Deutschlands, habe ich aber eine Idee, wie ich dieses Problem noch beheben kann.

Außerdem habe ich die Technik der Papierskulpturen von Paul Jackson ausprobiert, bin aber auch mit diesem Ergebnis noch nicht zufrieden.

Ich habe also nicht nur Papier und fertige Modelle mitgebracht, sondern auch einen Haufen Ideen, an denen ich in den nächsten Wochen herumtüfteln werde.

On that weekend I met a lot of lovely people, at least as crazy about origami as I am. It was a lot of teaching and learning, inspiring and a little bit expensive, because there was a paper shop, so I could buy a lot of great paper without the shipping fee. Influenced by the folding athmosphere I finally started to improvise some models: The first one was a tessellation, where I wanted to shrink the grid in the outside. Unfortunately it didn’t work, it popped up in the middle. Thanks to Ralf Konrad I already have an idea on how to solve this problem.

The second one was a piece of paper I folded in the way Paul Jackson made his paper sculptures. Also this model wasn’t satisfying to me.

After these days I have to say there wasn’t only paper and folded models I brought back, there also was a bunch of ideas I have to work on the next weeks.

Photobucket Photobucket eine... Schale??

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T
essellationversuch